Ein Tag voller Begegnungen mit jüdischer Kultur, Geschichte und gelebter Tradition

Am Donnerstag, den 30. Oktober 2025, unternahmen 42 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe gemeinsam mit ihren Begleitlehrkräften Frau Blume, Herrn Krebs und Herrn Pfister eine eindrucksvolle Exkursion nach Fürth. Ziel war es, das im Religions- und Ethikunterricht behandelte Thema „Judentum“ durch authentische Eindrücke an historischen Orten zu vertiefen und lebendig werden zu lassen.

Der erste Programmpunkt führte die Gruppe in das Jüdische Museum Franken im Herzen der Fürther Altstadt. In einer interaktiven Erkundung erfuhren die Jugendlichen viel über jüdische Feste, Riten und Bräuche, und stellten die in Kleingruppen gewonnenen Erkenntnisse ihren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.

Die Museumspädagogen und -pädagoginnen ergänzten die Ausführungen der Jugendlichen anschaulich und gaben so einen runden Überblick über die Thematik. Beim Erkunden konnten die Jugendlichen zahlreiche Alltagsgegenstände, religiöse Symbole und Räumlichkeiten entdecken, die im jüdischen Glauben eine zentrale Rolle spielen.

Besonders beeindruckend war der Besuch der Mikwe, des rituellen Tauchbads, sowie der Sukka, der Laubhütte, die während des Laubhüttenfests genutzt wurde.
Die Möglichkeit, Fragen zu stellen und selbst zu erkunden, machte den Museumsbesuch zu einem lebendigen Lernerlebnis in einem außergewöhnlichen Haus einer jüdischen Familie der Oberschicht aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Als zweiter Programmbaustein stand der Alte Jüdische Friedhof in Fürth auf dem Programm – ein Ort von großer historischer und kultureller Bedeutung. Unter fachkundiger Führung erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Bestattungsrituale, Symbolik und Geschichte dieses besonderen Ortes, der zu den ältesten jüdischen Friedhöfen Deutschlands zählt.
Zwischen den jahrhundertealten Grabsteinen entstand ein eindrucksvolles Bewusstsein für die lange und reiche Geschichte jüdischen Lebens in Franken.

Die Exkursion bot nicht nur vertiefte Einblicke in die jüdische Religion und Kultur, sondern regte auch zu Gesprächen über Toleranz, Respekt und das friedliche Miteinander verschiedener Glaubensgemeinschaften an. Damit fügte sich die Fahrt hervorragend in das Schulprojekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ein und zeigte eindrucksvoll, wie gelebte Bildung über den Unterricht hinaus wirken kann.

Ein herzlicher Dank gilt den Partnerschaften für Demokratie Coburg Stadt und Land und dem Förderverein des Arnold-Gymnasiums, die eine hochwertige Exkursion für die gesamte 9. Jahrgangsstufe finanziell komplett gestemmt haben.

Philipp Pfister